Zum Inhalt springen

Lenkdrache Nummer 1

Anleitung 1: Einen Lenkdrachen bauen

 

Nach den Einsteigermodellen, welche einfach nur in die Lüfte steigen und dort hin- und hertanzen, folgt der Lenkdrachen. Wie der Name schon sagt, können Sie jenen durch die Lüfte lenken und kleine Kunststücke vollführen. Natürlich benötigt das einiges an Übung, doch mit der Zeit lernen Sie den Drachen zu kontrollieren und können anschließend viele unterschiedliche Manöver durchführen. Bei einem Lenkdrachen ist es essenziell, dass Sie sich für hochwertige Materialien entscheiden. Sparen Sie bei jenen, zeigt sich das schnell beim späteren Flug. Immerhin lastet ein relativ großer Druck auf dem Drachen, weshalb er beschädigt werden könnte, wenn Sie keine hochwertigen Materialien verwenden. Außerdem benötigen Sie einen Spezialkleber, um den Stoff aus Nylon zu verarbeiten. Wir haben uns für diesen Schritt entschieden, damit Sie das Nylon nicht zusammennähen müssen. So können auch Fortgeschrittene den Drachen bauen. Unsere Bauanleitung für einen Lenkdrachen:

 

Mann mit Lenkdrachen am Strand - Bauanleitung für einen Lenkdrachen

Ein Lenkdrachen ist anspruchsvoll zu fliegen und kann Kräfte entwickeln die den Piloten auch körperlich fordern. Unsere Bauanleitung für einen Lenkdrachen – Foto: Pixabay

 

Das brauchen Sie für den Lenkdrachen:

– Etwa 2 Quadratmeter Drachenstoff, am besten Nylon
– 4,50 Meter Fiberglas- oder Kohlefaserstangen
– 4 leichte Schlüsselringe oder Kunststoff-Drachenbauringe
– Kunststoffverbindungsröhrchen, wie es jene für den Drachenbau gibt. Davon 1 Winkelverbindung, 2 abgeknickte Röhrchen sowie 2 Endröhrchen.
– Etwa 200 Meter Drachenschnur
– 2 Rundhaspeln
– Textil-Spezialkleber, wie für den Bootsbau oder Tauchbedarf

 

Frau mit Lenkdrachen am Meer - Bauanleitung für einen Lenkdrachen

Der Drache nach unserer Bauanleitung für einen Lenkdrachen zeigt sich relativ kompakt, was ihn aber auch sehr windschnittig macht – Foto: Pixabay

 

Bauanleitung für einen Lenkdrachen:

 

Schritt 1: Erwähnt werden muss, dass sich der Lenkdrachen relativ kompakt zeigt. Das ist aber kein Nachteil, sondern dadurch ist er auch deutlich windschnittiger. Das führt wiederum dazu, dass Sie eine deutlich bessere Manövrierfähigkeit erhalten. Der eigentlich erste Schritt ist aber, dass Sie die Stangen zuschneiden. Sie benötigen dafür zwei Stangen, für die linke und rechte Seite, welche 800 Millimeter lang sind. Ansonsten wird noch eine Querstange mit einer Länge von 850 Millimetern benötigt. Wir empfehlen, dass Sie nach dem Zuschnitt die Stangen testweise mit den Kunststoffverbindungen zusammenstecken. So können Sie überprüfen, ob die Symmetrie stimmt, bevor Sie weiterarbeiten.

Schritt 2: Als Nächstes folgt der Zuschnitt. Es handelt sich um die klassische dreieckige Drachenform, wie Sie jene von Lenkdrachen kennen. Schneiden Sie also zunächst ein Dreieck aus, wobei die Seiten 800 Millimeter lang sein sollten. Auf der langen Unterseite achten Sie darauf, dass jene leicht nach innen angeschrägt ist. Das heißt, es befindet sich unten ein leichtes Dreieck, wobei beide Seiten jeweils 700 Millimeter lang sind. Haben Sie die grobe Form ausgeschnitten, müssen Sie noch ein Rechteck mit einer Breite von 100 Millimetern in die Spitze schneiden. Das heißt, der Drache hat am Ende keine Spitze mehr. Außerdem schneiden Sie jeweils eine Aussparung etwas unter der Hälfte der 800 Millimeter langen Seiten, bei ca. 600 Millimetern. Die Aussparungen haben die Größe 20 x 50 Millimeter.

Schritt 3: Jetzt müssen Sie die Säume nähen, wodurch Sie im Anschluss die Stangen schieben. Jene sollten eine Breite von etwa 20 Millimetern aufweisen. Wichtig: Den Saum benötigen Sie nur an den 800 Millimeter langen Seiten. Achten Sie beim Kleben oder Nähen, je nach Wunsch, darauf, dass Sie die Aussparung nicht zukleben. Sie muss später im Saum bestehen, sodass Sie die Stange hindurchsehen.

Schritt 4: Nun kann bereits der Zusammenbau beginnen. Dafür müssen Sie die Stangen durch die Säume schieben und jene mit den Eckverbindern und dem Spitzenverbinder zusammenstecken. An Letzteren müssen Sie noch einen Ring durch den Plastikverbinder hindurchziehen. Das ist wichtig, das Sie ansonsten später keine Drachenschnur befestigen können.

Schritt 5: Die Drachenschnüre sind an der Reihe, welche Sie in folgenden Maßen zuschneiden: Zweimal 550 Millimeter, zweimal 750 Millimeter und zweimal 420 Millimeter. Am Drachen haben Sie jetzt insgesamt fünf Befestigungspunkte. Einen Punkt an der Spitze, jeweils einen Punkt an den beiden Aussparungen sowie zwei Punkte an der unteren Kante. Gehen Sie nun folgendermaßen vor. Die 550 Millimeter langen Schnüre ziehen Sie durch den oberen Befestigungspunkt bis zu den beiden unteren Punkten. Also eine Schnur zum äußersten Punkt auf der linken Seite und die andere Schnur zu dem auf der rechten Seite. Die 750 Millimeter langen Schnüre werden hingegen von der Aussparung zum gegenüberliegenden Befestigungspunkt auf der unteren Seite geführt. Zum Abschluss haben Sie noch die 420 Millimeter langen Drachenschnüre. Jene befestigen Sie an der Aussparung sowie dem nächsten Befestigungspunkt auf der unteren Seite. Damit die Drachenschnüre fest und sicher halten, empfehlen wir einen mehrfachen Doppelknoten. Er verhindert, dass sich die Schnüre aus Versehen lösen.

Schritt 6: Zum Abschluss müssen Sie an die beiden unteren Befestigungsringe die Schnüre zu den Rundhaspeln befestigen. Das ist wichtig, denn tun Sie das nicht, können Sie Ihren Drachen im Anschluss nicht lenken. Anschließend können Sie den Drachen auch schon starten.

Extraschritt: Falls Sie möchten, können Sie den Drachen auf die jeweilige Flugsituation abstimmen. Ebenfalls ist es möglich, dass Sie die Lage stabilisieren. Was Sie dafür tun müssen? Im Grunde nur die Länge sowie Ausrichtung der Schnüre ein wenig verändern. Am Anfang wissen Sie zwar noch nicht genau, was die Änderung bewirkt, doch je mehr Sie mit dem Drachen arbeiten, desto sicherer werden Sie. Es muss Ihnen aber immer bewusst sein, dass es einige Testflüge benötigt, um den Flugdrachen bestmöglich einzustellen.

Weitere Anregungen für aussergewöhnliche Drachen finden Sie in unserer Patentschriftsammlung*.