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Ein Yakkodrachen

Anleitung 3: Ein Yakkodrachen

 

Haben Sie schon einmal etwas von einem Yakkodrachen gehört? Es handelt sich um einen der vielen Flugdrachenarten, die es aktuell auf dem Markt gibt. Dennoch sehen Sie einen Yakko eher selten auf der Drachenwiese, dabei ist der Bau nicht sonderlich schwer. Er ist hervorragend für Einsteiger sowie Fortgeschrittene geeignet, was vor allem daran liegt, dass er eine hohe Toleranz hinsichtlich Ungenauigkeiten sowie Veränderungen bietet. Das heißt, selbst mit einem Kind können Sie einen Yakko bauen und er muss nicht zu 100 Prozent perfekt sein. Zusätzlich: Der Fantasie sind beinah keine Grenzen gesetzt. Unsere beschriebene Anleitung ist ein Klassiker, doch eigentlich kann der Drache durch seine seitlichen Luftöffnungen beinah jede Form annehmen. Vom Flugzeug bis hin zum Vogel. Beginnen wir aber mit dem einfachen Modell. Hier unsere Bauanleitung für einen Yakkodrachen:

 

Drachen am Strand - Bauanleitung für einen Yakkodrachen

Yakko-Drachen sieht man eher selten am Drachenstrand – Unsere Bauanleitung für einen Yakkodrachen – Foto: unsplash

 

Das brauchen Sie für den Yakkodrachen:

– 50 x 100 Zentimeter Tyvek-Vliesstoff
– 2 Glasfaserstäbe mit 3 Millimeter Durchmesser und 100 Zentimeter Länge
– 1 Glasfaserstab mit 3 Millimeter Durchmesser und 150 Zentimeter Länge
– 5 Zentimeter langer Schlauch mit 3 bis 4 Millimeter Innendurchmesser
– 2 Gummibänder
– 1 Schlüsselring
– 4 Meter Schnur
– Klebeband
– Kleber

 

Kleines Mädchen mit Drachen - Bauanleitung für einen Yakkodrachen

Der Drachen nach unserer Bauanleitung für einen Yakkodrachen ist auch gut für Kinder geeignet – Foto: unsplash

 

Bauanleitung für einen Yakkodrachen

 

Schritt 1: Auf das Stück Stoff übertragen Sie zunächst die Umrisse des Yakkos. Die Gesamthöhe liegt bei 46 Zentimeter, die Breite umfasst hingegen 90 Zentimeter. Wichtig ist, dass sich das Segel zu den Spitzen hin verjüngt, für jeweils 19 Zentimeter. Diese Verjüngung ist leicht geschwungen. Einen Zirkel benötigen Sie dafür nicht, sondern runden Sie die Kante einfach ein wenig ab. Wichtig, bevor Sie die Form ausschneiden: Fügen Sie etwa 1,5 Zentimeter Saumzugang hinzu, welcher später umgeklappt wird.

Schritt 2: Falten Sie den Stoff in der Mitte, sodass Sie nun den Umriss ausschneiden können. Schneiden Sie dabei durch beide Lagen, damit später beide Seiten identisch sind. Falten Sie anschließend das ausgeschnittene Segel auseinander. An dem Punkt, wo im Anschluss Längs- und Querstab zusammentreffen, machen Sie zwei kleine Einschnitte.

Schritt 3: Als Nächstes ist der Saum an der Reihe, jedoch nur der von den kurzen Außenkanten. Knicken Sie den Saum um und kleben Sie jenen zusammen. Welchen Kleber Sie nutzen, ist weniger wichtig. Wir empfehlen aber Weißleim, Kontaktkleber oder Sekundenkleber. Falls Sie wollen, können Sie den Saum aber auch vernähen. Das kostet Sie jedoch mehr Zeit.

Schritt 4: Die beiden einen Meter langen Stäbe markieren Sie in der Mitte. Anschließend stanzen oder bohren Sie in den Schlauch ein Loch. Den Schlauch schieben Sie danach über die Querstäbe, bis er an der Mitte angekommen ist. Das ist wichtig, damit Sie danach den Längsstab hinzufügen können. Wir empfehlen, dass Sie den jeweiligen Stab mit einem Klebestreifen am langen Rand befestigen, damit jener nicht verrutscht. Erst im Anschluss sollten Sie den Saum um den Stab legen und ihn festkleben. Lassen Sie alles kurz trocknen, damit sich der Saum nicht wieder löst. Ein Tipp: Es kann zu Falten kommen, kleben Sie den gesamten Saum über den Stab. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Sie den Saum in etwa zehn Zentimeter Abständen einschneiden und dann erst drüberkleben. So vermeiden Sie Falten.

Schritt 5: Verstärken Sie die Spitzen des Saums mit Klebeband, damit sie sich auf keinen Fall lösen. Nun nehmen Sie die Gummibänder zur Hand. Ziehen Sie die beiden Stabenden zusammen und knoten Sie alles fest mit den Gummibändern. Haben Sie alles richtig gemacht, entsteht eine Art Luftkanal. Das ist wichtig, damit im Anschluss der Wind hindurchgeleitet werden kann. Nur so stabilisiert sich der Drache in der Luft.

Schritt 6: Jetzt kommt der 150 Zentimeter lange Längsstab zum Einsatz. Er wird in die beiden Schlauchlöcher gesteckt und fixiert. Zum Beispiel mit Kleber oder auch Klebeband. Ihr Yakko ist nun schon beinah fertig. Was Sie jetzt nur noch tun müssen, ist, dass Sie die Schnur zwischen die Flügelspitze spannen. Das führt dazu, dass die Wölbung beim Fliegen bestehen bleibt. Achten Sie darauf, dass der Abstand zwischen Spannschnur sowie Segel in der Mitte bei etwa 12 Zentimeter liegt.

Schritt 7: Zum Abschluss müssen Sie nur noch die Drachenschnur befestigen. Stechen Sie dafür zwei Löcher etwa zehn Zentimeter entfernt von der Mitte in die rechte Seite des Drachens. Knoten Sie jetzt die Waagenschnur in den beiden Punkten auf der Seite fest. Binden Sie die Schnur ebenso um den Stab, damit alles sicher sitzt. Die Schlaufe sollte etwa eine Länge von 60 Zentimeter aufweisen. Stechen Sie jetzt noch ein Loch in die Mitte auf der anderen Seite und befestigen Sie daran eine lange Schnur, etwa 146 Zentimeter. Nun müssen Sie nur noch alles mit der eigentlichen Drachenschnur verbinden. Die Hauptschnur binden Sie an die Schlaufe. Die Schnur vom einzelnen Punkt binden Sie hingegen unterhalb der Schlaufe. Je nach Entfernung zur Schlaufe können Sie die Flugeigenschaften kontrollieren. Jetzt nur noch den Drachen steigen lassen.

Weitere Ideen für aussergewöhnliche Drachen finden Sie in unserer Patentschriftsammlung*.