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Anleitung Multicellulaire

Profi-Drachen Anleitung 2: Der Multicellulaire

Sie suchen nach einem Profi-Drachen, welcher am Himmel Eindruck schindet? In diesem Fall sind Sie beim französischen Multicellulaire an der richtigen Adresse, denn dank seiner zahlreichen Flugseiten ist er ein wahrer Hingucker. Für den Bau benötigen Sie aber ein wenig Zeit. Hier unsere Anleitung Multicellulaire:

 

Multicellulaire Drachen am Himmel - Anleitung Multicellulaire

Ein Multicellulaire Drache schindet immer Eindruck am Himmel – Foto: Pixabay

Für den Multicellulaire brauchen Sie:

– Raminholz mit 15 Millimeter Durchmesser (4x 170 Zentimeter, 2x 89 Zentimeter, 2x 168 Zentimeter und 2x 144 Zentimeter)
– 3 Quadratmeter Baumwollstoff
– 20 D-Ringe
– Lochösen
– 80 Zentimeter Alurohr mit 15 Millimeter Durchmesser
– Schnur
– Saum- oder Gurtband

 

Französischer Multicellulaire

Der französische Multicellulaire ist dank seiner zahlreichen Flugseiten ein wahrer Hingucker

 

Los geht’s!

Schritt 1: Zunächst müssen Sie sich mit der Skizze 1 beschäftigen, denn hier sehen Sie, wie Sie den Drachen zuschneiden müssen. Achtung: Alle Skizzen sind ohne Nahtzugabe. Insofern müssen Sie immer ein Stückchen mehr Platz lassen. Schneiden Sie zuerst laut Skizze 1 die beiden Segel aus. In der Mitte machen Sie zwei Löcher, welche einen Durchmesser von 15 Millimeter bieten. Um ein Ausfransen der Löcher zu verhindern, werden diese von der Rückseite mit Textilkleber bestrichen. Sobald der Kleber getrocknet ist, säumen Sie die Segel mit dem Saumband. Darüber hinaus erhält die äußere Segelspitze, welche später zur Spitze der Spannweite werden wird, eine Schlaufe. Nutzen Sie dafür einen der D-Ringe.

Anleitung Multicellulaire Skizze 1

Skizze 1

Schritt 2: Befassen Sie sich mit der gegenüberliegenden Seite. Also die Seite, welche in Richtung Rumpf zeigt. Hier befestigen Sie in einem Abstand von etwa sechs Zentimetern Ösen. Dafür müssen Sie die Ösen einfach ins Saumband einschlagen. Später wird durch diese Ösen eine Schnur geführt. Nähen Sie jetzt die Tasche, welche Sie über die breite Seite des Segels legen. Jene nimmt später den Spreizstab auf.

Schritt 3: Anhand Skizze 2 schneiden Sie jetzt die beiden unteren Segel zu. Zwar erhalten diese beiden Segel keine Entlastungslöcher, doch der eigentliche Aufbau ist mit den vorherigen Segeln zu vergleichen. Wichtig: Bauen Sie den Multicellulaire später zusammen, achten Sie darauf, dass Sie die beiden Dreiecke sehen. Das Dreieck vom größeren Segel sollte dabei nach oben zeigen, wobei das kleinere Dreieck nach unten zeigt.

Anleitung Multicellulaire Skizze 2

Skizze 2

 

Schritt 4: Jetzt ist das Zwischensegel an der Reihe, weshalb Sie Skizze 3 benötigen. Nehmen Sie jene als Vorlage und schneiden Sie das Segel aus. Mittig erhält es einige Entlastungslöcher. Mit der Nähmaschine bewaffnet müssen Sie nun sämtliche Außenkanten mit dem Saumband versehen. Auch jetzt müssen Sie Ösen einarbeiten, jedoch nur entlang der 50 Zentimeter langen Kante. Jene liegt zur Rumpfaußenkante hin. Außerdem kommen noch Ösen an die 119 Zentimeter lange Seite. Nicht komplett, sondern nur in einem Abstand von neun Zentimetern von der Außenkante entfernt. Das heißt, insgesamt müssen Sie vier Ösen einschlagen.

 

Anleitung Multicellulaire Skizze 3

Skizze 3

 

Schritt 5: Es folgen die Zellensegmente. Sie haben die freie Wahl, wie die Zellen ausfallen sollen. Entweder können Sie die Zellen aus vier einzelnen Segmenten zusammenfügen oder Sie nutzen direkt eine lange Bahn. Am Ende sollten Sie eine 240 Zentimeter lange Bahn besitzen. Wichtig: Vergessen Sie jetzt erneut nicht mehr Platz für das Saumband zu lassen. Der Grund sind die späteren Ösen, welche dafür sorgen, dass Sie das Segel mit der Zelle verbinden können. Außerdem müssen Sie bedenken, dass es mittig noch zu diversen Durchbrüchen für die Stäbe kommt. Falls Sie wollen, können Sie jene mit Leder hinterlegen oder mit Saumband verstärken.

Schritt 6: Sobald Sie beide Zellenringe fertiggestellt haben, können Sie mit der Saumarbeit beginnen. Alle Außenkanten werden gesäumt. An dem Punkt, wo später die Längsstäbe verlaufen, müssen Sie eine Stabtasche einnähen. Nun fehlen noch die Laschen. Hier gibt es zu beachten, dass die eine Lasche zahlreiche D-Ringe bieten wird, wohingegen bei der anderen Lasche keinerlei D-Ringe zum Einsatz kommen. Die D-Ring-Lasche befindet sich also am oberen beziehungsweise unteren Ende des Drachens. Nur so können Sie später die Stäbe einhängen. Die Lasche ohne D-Ringe zeigt hingegen Richtung Mitte und dient später als Schnurspanner.

Schritt 7: Endlich können Sie sich mit den Stäben beschäftigen. Im besten Fall sind sie schon zugeschnitten. Im Anschluss fehlt noch eine Aufnahmevorrichtung für die D-Ringe, welche Sie an der Außenseite der Stäbe befestigen. Am einfachsten ist, wenn Sie aus dem Alurohr ein paar Stücke heraussägen, am besten vier Zentimeter lang. Diese Röhrchen kleben Sie auf alle Enden der Stäbe. Achten Sie darauf, dass alles sicher und fest sitzt. Nach dem Trocknen fräsen Sie kleine Kerben in das Rohr. Diese Kerben dienen später als Befestigung für die D-Ringe. Diesen Vorgang folgen Sie bei allen zehn Stäben.

 

Skizze 4

Skizze 4

 

Schritt 8: Im nächsten Schritt kümmern Sie sich um die vier Längsstäbe. Setzen Sie jene in die Taschen der Zellen ein. Sind Sie soweit, müssen Sie die D-Ringe auf die Längsstäbe takeln. Nun ist es wichtig, dass sich jene genau auf der Höhe der Segeldurchbrüche befinden. Jetzt können Sie Ihren Drachen schon zusammenbauen. Wir empfehlen, dass Sie die beiden oberen Segel in den Fokus nehmen, welche mit der oberen Zelle verbunden werden. Dafür benötigen Sie nur eine Schnur. Jene ziehen Sie durch die Ösen des Segels und der Zelle. Dadurch verbinden Sie das obere Segel mit der unteren Zelle. Wichtig: Im gleichen Schritt flechten Sie auch das untere Segel mit ein. Haben Sie alles richtig gemacht, dann sollte das untere Segel nun auf der Luv-Seite liegen. Zugleich sehen Sie aber auch, dass sich das obere Segel hinter dem unteren Segel befindet.

Schritt 9: Das mittlere Segel ist an der Reihe. Auf der gesamten Länge wird es mit dem oberen Außensegel verbunden. Teilweise auch mit dem unteren Vertreter. Um die Verstrebungen müssen Sie sich jetzt noch nicht kümmern. Stattdessen befassen Sie sich jetzt erst einmal mit den Querstäben. Dazu befestigen Sie an einer der Außenflügel eine Spannschnur. Anschließend setzen Sie die kurzen und aufrechtstehenden Spreizstäbe ein. Danach ist die Stabtasche an der Reihe, denn dadurch müssen Sie die oberen, langen Spreizstäbe führen. Am Schluss werden jene in die D-Ringe eingesteckt, welche sich bei den Längsstäben befinden. Jetzt müssen Sie nur noch mit der Schnur für ordentlich Spannung sorgen. Sollten Sie alles richtig gemacht haben, sehen Sie nun gekreuzte Spreizstäbe in der Mitte. Insofern liegt der kurze, aufrechte Stab in der Mitte und die beiden anderen davor oder dahinter. Aber auch eine V-Form muss vorliegen, was Sie daran erkennen, dass die Segelspitze zur Drachenleine hinzeigt. Genauso gehen Sie nun auch beim unteren Segel vor.

Schritt 10: Zum Abschluss müssen Sie nur noch die Spannschnüre der Zelle einfädeln. Dafür zuerst das Mittelsegel in Richtung Zellen abspannen. Das ist nur möglich, wenn Sie die 9-Zentimeter-Position nutzen. Von dort führen Sie die Schnur zur Lasche der Zelle. Insofern spannen Sie die Zelle über Kreuz ab. Achtung: Die Schnüre dürfen nicht durch das Drachenzentrum verlaufen. Stattdessen sieht es später so aus, als würden zwei gegenüberliegende Bahnen verlaufen. Im Grunde sind Sie jetzt fertig und können Ihren Multicellulaire in die Lüfte steigen lassen. Wir empfehlen den Flug bei mittlerer Windstärke, da er bei starken Winden doch relativ auspendelt.

 

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Multicellulaire Drache am Strand - Anleitung Multicellulaire

Ein Multicellulaire Drache verspricht stundenlangen Spass beim Steigen lassen – Foto: Pixabay